Sobald der Tisch abgedeckt war, ging sie unauffällig hinaus. Als sie ging, dachte sie, daß die Pfarrer zweifellos soviel Gelehrtes zu reden hatten, daß sie sie nicht vermissen würden. Als sie gegangen war, sagte Herr Klæmint leise zu Herrn Jónas, daß er an dieser Frau wohl kaum Freude haben würde.
Beinta machte sich auf den Weg nach Reyn hinaus, sie wußte, daß Óli hier draußen sein mußte, und nun wollte sie ihn finden – nun wollte sie wissen, von wem der Brief war, den Óli bekommen hatte. Sie ging schnell, so daß die Leute, die ihr begegneten, sich fragten, wohin sie wollte. Ganz Havn wußte ja, daß das Festbier zu Hause in Køk bei der skrivari-Witwe getrunken wurde, und fand es seltsam, daß die junge Braut so schnell und plötzlich von ihrem Bräutigam weglief. Als sie zum Gefängnis kam, kam ihr Óli entgegen. Sie hielt ihn an.
„Ist es wahr, daß du einen Brief von Kristjan bekommen hast?“ fragte sie. Das sagte sie, um überhaupt etwas zu sagen, denn sie sah Óli an, daß er gute Nachrichten bekommen hatte, er ging so schnell und zuversichtlich, als wäre er zwanzig Jahre jünger.
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Kapitel 1. 6 (2)
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„Laß mich dir die gleiche Freude machen“, Beinta sah ihn bittend an. „Laß mich dir den Brief vorlesen.“ Óli spürte, wie ihm die Augen feuch...
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