Samstag, 21. März 2026

Kapitel 1. 6 (1)

Es ist der Ólavsøka-Morgen. Das Wetter ist gut, die Sonne scheint überall, und die Kirchenglocken läuten so schön.

Freitag, 20. März 2026

Kapitel 1. 5 (12)

„Mehr steht nicht drin“, sagte sie. Sie beugte sich über den Tisch und weinte. Ja, alles würde so werden, wie sie es sich gedacht hatte. Aber es war etwas anderes, als in Seide gekleidet an Kristjáns Seite zu gehen. Sie würde Pfarrersgattin auf Viðareiði werden, und Mama war daran schuld.
Sie trocknete sich die Tränen. „Óli“, sagte sie, „wenn du jetzt an Kristján schreiben willst, werde ich es für dich tun.“
Óli reichte ihr die Hand. „Danke“, sagte er.
Beinta ging nach Hause nach Køk . Mama ging in der Küche auf und ab und schimpfte, sie fragte Beinta in scharfem Ton, wo sie so lange gewesen sei – hier in der Stube saß ihr Verlobter mit dem Pfarrer von Sandoy und anderen guten Männern und wartete auf sie.
„Ich will nicht zu ihnen hinein“, sagte Beinta. „Ich gehe nach oben und ins Bett.“
Oben in ihrer kleinen Dachkammer überkam das Weinen sie wieder. Sie vergrub den Kopf im Kissen. „O Gott, o Gott“, schluchzte sie, „mein Leben ist zerstört – öde und finster, aber wo Kristján ist, scheint die Sonne immer.“

Samstag, 14. März 2026

Kapitel 1. 5 (11)

Beinta fing an zu lesen, ihre Stimme zitterte vor unterdrücktem Weinen. Sie las von Kristján, er war in den Niederlanden gewesen, so weit gefahren, war in furchtbare Kämpfe verwickelt gewesen, bei denen keiner der Unterlegenen am Leben geblieben war. Jetzt war er Soldat im Dienste des Königs von Dänemark.
Óli saß da und nickte, er erinnerte sich an den Tag, an dem der skrivari bei ihm in der Hütte gewesen war und Kristján nach Norden, nach Viðareiði, hatte schicken wollen. „Ich dachte, es würde für ihn übel ausgehen, doch der Herr hat es zum Guten gewendet“, murmelte er vor sich hin.
Der Brief endete so: „Lieber Vater, grüßt Beinta von mir, ich denke morgens und abends an sie und bete zu Gott, daß lichte Wege vor ihr liegen mögen.“
Beinta reichte Óli den Brief.

Kapitel 1. 6 (2)

Der løgmaður und der Vogt kamen Seite an Seite hinunter in den Parlamentssaal – etwas später kamen die løgrættumenn – und die Pfarrer; die ...