Beinta fing an zu lesen, ihre Stimme zitterte vor unterdrücktem Weinen. Sie las von Kristján, er war in den Niederlanden gewesen, so weit gefahren, war in furchtbare Kämpfe verwickelt gewesen, bei denen keiner der Unterlegenen am Leben geblieben war. Jetzt war er Soldat im Dienste des Königs von Dänemark.
Óli saß da und nickte, er erinnerte sich an den Tag, an dem der skrivari bei ihm in der Hütte gewesen war und Kristján nach Norden, nach Viðareiði, hatte schicken wollen. „Ich dachte, es würde für ihn übel ausgehen, doch der Herr hat es zum Guten gewendet“, murmelte er vor sich hin.
Der Brief endete so: „Lieber Vater, grüßt Beinta von mir, ich denke morgens und abends an sie und bete zu Gott, daß lichte Wege vor ihr liegen mögen.“
Beinta reichte Óli den Brief.
Samstag, 14. März 2026
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Kapitel 1. 6 (2)
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