Es war neun Uhr, also begann es schon zu dämmern, tá ið hann var komin yvir at ánni, gekk Beinta har. „Ich weiß es“, sagte sie. „Du wirst weggeschickt und sollst nach Norden fahren, nach Viðareiði. Vielleicht ist das Schicksal uns so wohlgesonnen, daß ich Pfarrersgattin im Norden werde. Oh, Kristjan, wie gut ich dir bin!“
Sie schlang ihm die Arme um den Hals und küßte ihn.
„Beinta“, sagte er, „wir sind erst vierzehn Jahre alt – denk daran! Wir sind einander gut und haben miteinander gespielt. Ich fahre viel weiter weg als bis nach Viðareiðis – in ein anderes Land! Heute abend gehe ich zu der Alten auf Kák – und du sollst mitkommen.“
„Ja“, sagte sie. „Mama hat mich ausgepeitscht, als ich aus der Elfenhöhle kam – und sie hat es eingefädelt, daß du nach Viðareiði fährst. Wenn sie erfährt, daß ich jetzt mit dir nach Kák gehe, werde ich wieder gepeitscht, aber das macht mir nichts aus.“
Hann bar hana yvir um ósan, und sie gingen Seite an Seite am Bootshaus vorbei. Hann var heldur illgongt i fjørum, aber er führte sie, und sie fühlte sich sicher.
Die alte Anna war nicht erfreut, als sie zu ihr in die Räucherstube kamen. Sie saß da und machte sich Grütze zum Abendessen – sie sah sie beide böse an.
„Was wollt ihr?“ fragte sie.
Sonntag, 13. April 2025
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Kapitel 1. 6 (2)
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