„Kann es nicht so sein, wie ich dachte, daß die Färinger schwer zufriedenzustellen sind? Denn sie haben es verursacht, hier bin ich zum Glück außen vor.“
Der Kaufmann antwortete, daß es das Beste für beide Seiten gewesen wäre, wenn die, die für alle entschieden, mehr von den Dingen verstanden hätten, so, wie sie wirklich waren.
Darauf antwortete der Kapitän nicht.
Sie saßen eine Weile schweigend da und rauchten.
„Ach ja“, sagte der Kapitän schließlich, „ich habe hier einen Brief an den Soldaten Óli, bist du so gut und gibst ihn ihm?“
Der Kaufmann nahm den Brief. „Wer kann das sein, der ihm Briefe schreibt“, sinnierte er.
„Ja, das kann ich dir nicht sagen“, sagte der Kapitän, „es war ein junger Mann in königlicher Kleidung, der mich bat, ihn zu überbringen. Er fragte mich nach Nachrichten von den Färöern, unter anderem fragte er nach der Tochter des skrivari.“
„Wer kann das sein“, der Kaufmann saß lange da und dachte nach. Nein, ihm fiel kein Färinger ein, der in königlichen Kleidern herumlief.
Es waren ja gar nicht so wenige Färinger in Kopenhagen, aber die gingen alle auf die Hochschule und studierten Theologie, um Pfarrer zu werden – und er war sicher, daß Óli unter ihnen keinen Bekannten hatte. Der Kaufmann sah sich die Handschrift an. Sie war schön und sah aus wie gedruckt. Es stand fest, daß der, der das geschrieben hatte, schon früher eine Feder in der Hand gehabt hatte.
Der Kaufmann erhob sich. „Ich gehe ein paar Leute besuchen“, sagte er und verabschiedete sich.
Samstag, 17. Mai 2025
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Kapitel 1. 6 (2)
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