Es vergingen vier Jahre. Außerhalb der Heimat geschah vieles und Großes, das den Lauf der Geschichte und die Art zu denken veränderte, doch hier zu Hause auf den Färöern schien die Zeit stillzustehen. Handelsschiffe kamen und fuhren wieder ab, Nachrichten wanderten von Dorf zu Dorf – und man sprach darüber an den langen Winterabenden, während das Feuer prasselte und die Spinnräder surrten. Ab und zu hörte man, daß ein Schmugglerschiff im Fjord angelegt habe – und daß dessen Waren so und so wertvoll seien, aber nur wenige wagten sich an Bord, um etwas zu kaufen oder zu verkaufen, denn wenn so etwas kam, bekam er sicher zu wissen, daß der König von Dänemark über das Land herrschte …
Eines Tages läuteten die Kirchglocken in Havn für einen Toten; der skrivari Peder Broberg fuhr ins Grab. Es waren nicht viele, die dem Trauerzug folgten; aber die Rede war lang und feierlich, denn er war ja ein königlicher Beamter gewesen, und ein Platz im Himmel war ihm sicher. Unter denen, die am Grab standen, war Herr Jónas, der Pfarrer von Viðareidi. Er hatte vor kurzem seine Frau verloren und trauerte immer noch um sie.
Donnerstag, 24. April 2025
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Kapitel 1. 6 (2)
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