Dienstag, 29. April 2025

Kapitel 1. 3 (5)

Sie saßen da in der zunehmenden Dunkelheit. Beinta streckte die Hand aus.
„Sagt mir mein Schicksal“, bat sie.
Anna schaute sich die Hand an. „Hier steht nichts Neues“, sagte sie, dann schwiegen sie beide eine Weile.
„Wo ist Kristjan jetzt“, fragte Beinta schließlich.
„Das Meer ist groß, und die Strömungen sind widrig“, antwortete Anna.
„Anna“, Beinta sah sie bittend an, „warum wollt Ihr mir nichts mehr sagen?“
„Der Mensch wird unglücklich durch Wissen – laß mich dir die Geschichte deines Vaters erzählen – sie ist nicht schön.“
„Das macht nichts“, sagte Beinta.
„Deine Mama und Jógvan Mikkjalsson waren verliebt. Er hatte nichts, und deine Mama hatte auch nichts, also paßten sie gut zusammen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kapitel 1. 6 (2)

Der løgmaður und der Vogt kamen Seite an Seite hinunter in den Parlamentssaal – etwas später kamen die løgrættumenn – und die Pfarrer; die ...